Einladung zur Online-Konferenz am 14.04.2021

Veranstalter: Arbeitsgemeinschaft „Keine Deponie auf der Halde“ (bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern verschiedener politischer Parteien und des BUND)

Gäste: Vertreter der Unteren Bodenschutzbehörde der Stadt Duisburg

Die Untere Bodenschutzbehörde berichtet zu den Auswirkungen der geplanten Deponie auf den Boden und das Grundwasser.

Hintergrund
Worum geht es hier?

In Ihrem Umfeld ist die Eröffnung einer Mülldeponie geplant. Auf dem Gelände der Bergehalde Lohmannsheide soll eine Deponie für mineralische Abfälle entstehen, die beim Abriss von Gebäuden und Industrieanlagen anfallen. Ein große Teil dieser Abfälle würde nicht wie im Kreislaufwirtschaftsgesetz vorgeschrieben der Wiederverwertung zugeführt, sondern aus Kostengründen deponiert. Frei nach dem Motto: “Wegwerfen ist billiger als Wiederverwerten”.

Geplant ist, über einen Zeitraum von 15 Jahren [1] belastetes Material aufzuschütten. In Summe kommen ca. 5,2 Mio. Tonnen zusmmen. Am Ende würde eine 47 Meter hohe Müllhalde entstehen, die das jetzige Landschaftsbild nachhaltig verändert.

Die Anlieferung des Deponiematerials mit LKW soll über Duisburg-Baerl und Moers erfolgen.

Zählt man die Zeiten der Vorbereitung und des Abschlusses hinzu, wird es in Ihren unmittelbaren Umgebung eine Großbaustelle für ca. zwei Jahrzehnte geben.

[1] Sollte sich der Bedarf an Deponiefläche verringern, weil die Abfälle weniger werden, kann sich der Betrieb auch mehr als 15 Jahre hinziehen. Siehe: Antwort der NRW-Landesregierung vom 21.3.2019 auf eine Kleine Anfrage, Drucksache NRW-Landtag 17/5514

Ein breites Bündnis

setzt sich dafür ein, dass die Bergehalde Lohmannsheide erhalten bleibt und nicht in eine Deponie umgewandelt wird.

Mehr LKW-Verkehr

Etliche Dutzend LKW-Fahrten täglich bedeuten für Sie eine erhebliche Belastung durch Lärm, Abgase und Erschütterungen — in Spitzenzeiten quasi im Minutentakt. Die Straßen werden zeitweise verstopfen. Dies wird Anwohner*innen in Baerl (insb. Grafschafter Straße), in Eick-Ost und Meerbeck in besonderer Weise treffen

Mehr Emissionen

Neben der Belastung durch den Anlieferverkehr ist auch mit Abwehungen von belastetem Staub vom Deponiekörper zu rechnen. Dieser wird sich je nach Wetterlage in Ihrem Umfeld niederschlagen.

Gefährdung des Grund- und Trinkwassers

Gefährdung des Grund- und Trinkwassers: Die frühere Nutzung des Areals hat zu umweltschädlichen Schadstoffkonzentrationen im Boden geführt. Nagewiesen sind: Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und Schwermetalle wie Chrom, Nickel, Zink, Arsen, Cadmium und Blei. Es ist nicht absehbar, wie sich das Gewicht von 5,2 Mio. Tonnen auf die Grundwasserströmung auswirkt. Eine Gefährdung des Grundwassers und Ihres Trinkwassers aus dem Binsheimer Feld kann nicht ausgeschlossen werden.

Gefährdung wertvoller Biotope

Es haben sich geschützte Tierarten wie Kammmolch, Kreuzkröte und Zauneidechse angesiedelt, ebenso wie seltene Insekten- und Pflanzenarten. Der Deponiebetrieb wird diesen besonderen Lebensraum massiv beeinträchtigen.

Lohmannsheide – DAH1 – 2020

Entwürfe und Vorlagen

Politische Beschlüsse Bezirksvertretung Ratsgremien

Bergehalde Lohmannsheide. Jetzt

Ein breites Bündnis

setzt sich dafür ein, dass die Bergehalde Lohmannsheide erhalten bleibt und nicht in eine Deponie umgewandelt wird.

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